FDP Hamburg besichtigt Elbphilharmonie-Baustelle

Viel Lob für einzigartige Raumwirkung
Kritik an Verkehrskonzept und Fassadeneindruck: starke Abweichungen von geplanter Optik

Mit Vertretern von Präsidium und Vorstand besichtigte die Hamburger FDP jetzt die Baustelle der Elbphilharmonie.

Organisator Dr. Werner Sobotzik vom FDP-Landesfachausschuss Kultur freute sich über Jochen Margedant als sachkundigen Führer. Der Beamte aus der Behörde für Kultur, Sport und Medien ist als Projektbeauftragter seit 5 Jahren mit dem Bauwerk vertraut und gilt als einer der besten Kenner von Deutschlands prominentester Baustelle.

Während die Begeisterung der Liberalen über die Raumwirkung des Bauwerks einhellig war, -vor allem die Sichtbeziehungen in den Foyers und der atemberaubende Ausblick von der Plaza beeindruckten,- gab es Kritik für den geplanten Besucherverkehr und die Fassadenwirkung.

550 Besucherparkplätze seien zu wenig, wenn bei drei Vorstellungen im Großen Saal, Kammermusiksaal und Studio fast 3000 Menschen in das Bauwerk strömen. Eine geplante Lenkung des Publikums zu öffentlichen Verkehrsmitteln sei vor allem in späten Abendstunden für Besucher der weiteren Metropolregion nicht unproblematisch.

Fragen warf bei den Liberalen die endgültige Fassadengestalt auf. Dr. Gosche, kulturpolitische Sprecherin der Hamburger FDP: „Nun sieht man plötzlich eine dominierende, dunkle Gitterstruktur zwischen den Fensterelementen! Die monolithische Wirkung eines kristallinen Solitärs, der auf allen Renderings und Animationen der Architekten zu sehen ist, findet man am realen Bauwerk so nicht wieder!“

Die Hamburger Liberalen haben den Bau von Beginn an unterstützt, kritisieren jedoch die unklaren Projektabläufe zwischen Rege, Hochtief, den Architekten und der Behörde. Hier liegt nach Ansicht der FDP die Hauptursache für Kostensteigerungen und Bauverzug.

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