Wahlkampfeinstimmung in Harburg: Suding und Coste beantworten die Fragen der Bürger

 

Hamburgs jüngster Bundestagskandidat, Carl Cevin-Key Coste, und Hamburgs FDP-Spitzenkandidatin stellten am Dienstag Abend ihre Positionen und die der Freien Demokraten zur Bundestagswahl 2017 dar. 60 interessierte Bürger konnten sich von beiden Kandidaten ein Bild machen und auch konkret ihre Fragen an Suding und Coste stellen.

Carl Cevin-Key Coste legte seinen Fokus insbesondere auf die Sicherung des Rechtsstaats. Als warnendes Beispiel nannte er G20. Hier konnten Banden durch Hamburger Wohnviertel ziehen und ungestraft Autos anzünden. Im Gegensatz dazu greift der Rechtsstaat konsequent durch, wenn ein Bürger in Harburg falsch parke.

Die letzten vier Jahre waren für den Landesvorsitzenden der Jungen Liberalen Hamburgs enttäuschend. Die große Koalition hätte mit ihrer vorhandenen Zwei-Drittel-Mehrheit durch grundlegende Veränderungen den Weg für eine gute Zukunft Deutschlands bereiten können. Dies sei nicht geschehen, daher sei der Wiedereinzug der Freien Demokraten in den Bundestag so wichtig. „Wir setzen uns für die Soziale Marktwirtschaft ein und für die Freiheit ein“, so Coste. Beides sehe er im Bundestag nicht ausreichend vertreten, daher kandidiere er für den Bundestag.

Die Spitzenkandidatin der FDP in Hamburg, Katja Suding, sieht die Bildungspolitik als eines der Schlüsselthemen an. Jedes Kind müsse entsprechend seiner Talente individuell bestmöglich gefördert werden. Und Aufgabe der Politik sei es hierfür die Rahmenbedingungen zu schaffen. Dabei sei es egal, ob ein Kind in Blankenese oder Harburg aufwachse.

Als Beispiel für das Versagen der rot-grünen Wirtschaftspolitik diene die HSH Nordbank. Faule Kredite und hochriskante Papiere führten hier zu einem enormen finanziellen Verlust, den der Steuerzahler auszubaden habe. Wieder einmal habe sich hier bewiesen, „dass der Staat nicht der perfekte Unternehmer ist und sich weitestgehend raushalten sollte“, so die Landes- und Fraktionsvorsitzende Suding.

In der Dieselaffäre stellte die Spitzenkandidatin klar: „Die Autoindustrie hat einen großen Fehler gemacht.“ Aufgabe der Politik sei es nun darauf zu bestehen, dass die Industrie diesen Fehler wieder ausmerze. „Pendler, Geringverdiener und Bürger, die im guten Glauben waren ein sauberes Auto gekauft zu haben, dürfen nicht die Zeche bezahlen müssen“, stellte die Landesvorsitzende klar.

Mit Blick auf die Bundestagswahl und die darauf anstehenden Koalitionsbildungen legte sich Katja Suding fest und bekräftigte, dass man aus den alten Fehlern gelernt habe: „Sollten wir unsere Ziele nicht in einer Regierungskoalition verwirklichen können, gehen wir eben in die Opposition.“

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