Bundesverband

Mitglieder

Die FDP hat derzeit zirka 59.000 Mitglieder, die sich auf 16 Landesverbände und die sogenannten bundesunmittelbaren Mitglieder verteilen.

Die Landesverbände sind in insgesamt 61 Bezirksverbände, 465 Kreisverbände und etwa 2.200 Ortsverbände gegliedert.

Untergliederungen

Wer der FDP beitritt, wird in der Regel Mitglied des Orts-, Kreis- oder Stadtverbandes im jeweiligen Wohnort. Mehrere Ortsverbände sind zu Kreisverbänden zusammengeschlossen, mehrere Kreisverbände bilden gemeinsam Bezirks- oder Landesverbände. Bezirksverbände gibt es allerdings nur in den „großen“ Landesverbänden Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie in Berlin und Hamburg, wo sie die Kreisverbände ersetzen.

Mitglieder, die sich nicht in Landesverbänden engagieren, sind bundesunmittelbare Mitglieder, unter anderem organisiert in der Auslandsgruppe Europa oder in dem virtuellen Landesverband „lv-net“. Bundesunmittelbare Mitglieder sind Personen, die nicht an ihrem Wohnort Mitglied werden, weil sie zum Beispiel im Ausland wohnen.

Die Auslandsgruppe Europa besteht aus Mitgliedern, die sich zeitweise im europäischen Ausland aufhalten (Luxemburg, London, Paris und Brüssel, wo es Ortsverbände gibt) und uns vor Ort repräsentieren.

Die Aufteilung in Landesverbände ist vom Parteiengesetz zwingend vorgeschrieben, was die satzungsmäßige Stellung der bundesunmittelbaren Mitglieder erschwert.

Gremien

Oberstes Beschlussorgan ist der Bundesparteitag (BPT). Er setzt sich zusammen aus 662 Delegierten: 660 aus den 16 Landesverbänden und zwei aus der Auslandsgruppe Europa. Die 660 Delegiertenrechte werden zur einen Hälfte nach dem Zweitstimmenergebnis der letzten Bundestagswahl auf die Landesverbände und zur anderen Hälfte nach der Anzahl der Mitglieder verteilt.

Der BPT tagt in der Regel einmal im Jahr als ordentlicher Bundesparteitag (wenn es besonderen Handlungsbedarf gibt, auch dazwischen, zum Beispiel im Jahr 2000 der außerordentliche Bundesparteitag zur Wehrpflicht) und wählt alle zwei Jahre das Präsidium und den Bundesvorstand.

Das Präsidium (= geschäftsführender Vorstand) besteht aus dem Bundesvorsitzenden, dem Generalsekretär (auf Vorschlag des Bundesvorsitzenden), den drei stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schatzmeister und den drei Beisitzern.

Das Präsidium tagt in der Regel montags. Die Ergebnisse werden anschließend in einer Pressekonferenz verkündet.

Der Bundesvorstand besteht aus dem Präsidium und 34 Beisitzern: 18 stammen aus der „freien Wildbahn“. Und 16 sind sogenannte Kurfürsten für die Bundesländer. Für diese 16 Beisitzer haben die Landesverbände das alleinige Vorschlagsrecht. Der Bundesvorstand tagt etwa alle sechs bis acht Wochen.

Für die inhaltliche Arbeit sind außerdem Bundesfachausschüsse, Kommissionen und Arbeitsgruppen von Bedeutung.

Die Kommissionen und Arbeitsgruppen werden vom Bundesvorstand eingesetzt und begleiten dessen programmatische Arbeit. Mit der Erarbeitung von Anträgen kann beispielsweise ein Auftrag erfüllt sein und die Kommissionen oder Arbeitsgruppen werden aufgelöst. So hat die Kommission „Reform des Kammerwesens“ unter Leitung des damaligen Generalsekretärs Dirk Niebel einen entsprechenden Antrag für den Bundesparteitag in Rostock vorbereitet. Der Antrag „Freiheit, Fairness, Chancen“ zur liberalen Sozialpolitik für den Bundesparteitag in Stuttgart war ebenfalls das Ergebnis einer von Dirk Niebel geleiteten Arbeitsgruppe.

Die Bundesfachausschüsse bestehen zu allen relevanten Politikbereichen. Ihre Mitglieder werden von den Landesverbänden benannt. Im Gegensatz zu Kommissionen und Arbeitsgruppen arbeiten sie ständig.

Quelle: www.fdp-bundespartei.de