FDP Hamburg fordert bessere Informationspolitik bei Flüchtlingsunterkünften

Der integrationspolitische Sprecher der FDP Hamburg, Dr. Najib Karim wünscht sich angesichts der steigenden Zahlen von Flüchtlingen in Hamburg schnellere Informationen für von Flüchtlingsunterkünften betroffene Anwohner.

„Die Hamburgerinnen und Hamburger möchten den Flüchtlingen gerne helfen, wie die gestrige Gründung der Flüchtlingshilfe Harvestehude beweist, doch dazu müssen der Senat und die Bezirksämter auch die Sorgen der direkt betroffenen, aber oft unorganisierten Anwohner ernst nehmen. Akzeptanz für Flüchtlingsunterkünfte erreicht man am ehesten durch frühzeitige Einbindung und transparente Information der Anwohner. Oft erfahren Anwohner aber erst sehr spät durch die zuständigen Ämter von bereits getroffenen Entscheidungen.“

Für die gegenwärtigen Kommunikations-Defizite fehlt Najib Karim das Verständnis: „Ein frühzeitiger Dialog der Stadt mit den Anwohnern verbessert die Akzeptanz bei den Anwohnern und die Situation für die Flüchtlinge ohne etwas zu kosten. Man muss Kommunikationsprozesse nur besser planen.“

Der FDP Bezirksvorsitzende Eimsbüttel, Lutz Schmidt, ergänzt:

„Die prognostizierte Zunahme des Flüchtlingsstromes nach Deutschland dieses Jahr um 25 bis 30 Prozent stellt die Kommunen vor große Probleme. Deshalb müssen kurzfristig in Hamburg jeden Monat so genannte Zentrale Erstaufnahmen (ZEA) für jeweils 300 Personen geschaffen werden. Allein im Bezirk Eimsbüttel befinden sich derzeit sieben weitere Flächen neben der Sophienterasse in der Planung beziehungsweise Umsetzung. Ich begrüße diese Maßnahmen grundsätzlich, bin allerdings wenig erfreut über die höchst schleppende Informationspolitik seitens der städtischen Behörden. Und: Die räumliche Häufung neuer ZEA im nördlichen Lokstedt und Umgebung ist problematisch. In einem Umkreis von weniger als zwei Kilometern finden sich demnächst fünf ZEA. Neben der Lokstedter Höhe (190 Plätze) befinden sich diese im Grandweg (170 Plätze), an der Niendorfer Straße (320 Plätze befristet auf 30 Monate), am Hagendeel (280 Plätze) und an der Koppelstraße/Hagenbeckstraße (Anzahl derzeit noch offen). Und insbesondere die Anlage am Hagendeel stößt momentan auf örtlich vorhandene größere Ablehnung, doch ein Termin für die öffentliche Anhörung steht noch nicht fest – obwohl das 2721 Quadratmeter große Grundstück schon längst gerodet ist. Monatelange Ungewissheit, was dort geschieht, ist der Sache abträglich. Die Anwohner und Bürger müssen endlich informiert werden.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.